Kirche · Glaube · Katholisch · Messe · Gottesdienst · Gebet · Liturgie · Bischof · Alte-Messe · Feier · Lexikon · Bibel · Eucharistiefeier · römisch  
  Pro Missa Tridentina  
Jesus und seine J�nger
Links      Kontakt      Impressum      Gebet
  Startseite

Aktuell
PRO MISSA TRIDENTINA (PMT)
Presse
Traditionsverbundene Organisationen
Aus den Diözesen
Aus dem Vatikan
Termine
Wallfahrten / Exerzitien / Ferienfreizeiten

Liturgie

Hl. Messen

Verein

Medien

Bilder

Lexikon

Facebook- Fan werden!

 

Aktuell

 
Aus dem Vatikan
Zum 14. 9. 2007, dem Tag des Inkrafttretens von „Summorum Pontificum“ hat Kardinal Castrillón Hoyos als Vorsitzender der für die Belange des „usus antiquior“ zuständigen päpstlichen Kommission Ecclesia Dei ein ausführliches Interview gegeben. Die Übersetzung folgt dem englischen Text der Nachrichtenagentur Zenith.
Zur wahren Bedeutung des päpstlichen Dokuments sagte der Kardinal:
Cardinal Castrillón Hoyos: Ich würde sagen, Papst Johannes Paul II. wollte [bereits 1988 mit „Ecclesia Dei“] den Gläubigen, die den alten Ritus lieben - einige von ihnen hatten sich getrennt und um sich der Bewegung von Erzbischof Lefebvre anzuschließen, waren aber später wieder in die Volle Einheit mit dem Stellvertreter Christi zurückgekehrt - ihnen wollte er die Möglichkeit geben, den Ritus zu feiern, der ihrer Spiritualität am meisten entsprach.
Unser gegenwärtiger Heiliger Vater Benedikt XVI. war von Anfang an an der Angelegenheit mit den Lefebvrevisten beteiligt und kannte daher sehr gut die Probleme, die für diese Gläubigen aus der Liturgiereform entstanden waren.
Der Papst hat eine ganz besondere Liebe zur Liturgie - eine Liebe, die dazu geführt hat, immer mehr über die Liturgie an sich zu lernen und zu forschen. Von daher betrachtet Benedikt XVI die Liturgie aus der Zeit vor den Reformen des Konzils als einen unermeßlich wertvollen Schatz.
Der Papst will keinen Rückschritt. Aber man muß wissen und unterstreichen, daß das Konzil die Liturgie des hl. Pius V. keinesfalls verboten hat, und wir müssen auch betonen, daß die Konzilsväter diese Messe Pius V. gefeiert haben.
Es geht also nicht - wie einige behaupten, die die wahren Verhältnisse nicht kennen - um einen Schritt zurück. Im Gegenteil: Das Konzil wollte mehr Freiheit für die Gläubigen. Eine dieser Freiheiten war auch, diesen Schatz - so nennt das der Papst - der Liturgie zu behalten und lebendig zu erhalten.

Was hat sich denn nun mit dem motu proprio wirklich geändert?
Cardinal Castrillón Hoyos: Mit diesem motu proprio hat sich in Wirklichkeit nicht viel geändert. Das Entscheidende ist, daß von diesem Moment an die Priester sich ohne eine Genehmigung des Heiligen Stuhls oder des Bischofs dafür entscheiden können, die Messe nach dem alten Ritus zu zelebrieren. Das gilt für alle Priester. Die Pfarrer müssen die Türen für jene Priester öffnen, die die entsprechenden Kenntnisse haben und das tun wollen. Dazu bedarf keiner weiteren Erlaubnis.

Euer Eminenz - dieses Dokument war von viel Befürchtungen und Auseinandersetzungen begleitet. Was von dem, das da alles zu lesen oder zu hören war, ist denn unzutreffend?
Cardinal Castrillón Hoyos: Es ist, zum Beispiel, nicht wahr, daß etwas von der Vollmacht der Bischöfe über die Liturgie weggenommen worden wäre, denn das kanonische Recht bestimmt, wer die Erlaubnis zum Feiern der Messe gibt - und das ist nicht der Bischof. Der Bischof gibt das Celebret, die Vollmacht (jede Messe und in jedem Usus, Can. 903) zu zelebrieren, doch wenn ein Priester diese Vollmacht hat, dann müssen die Pfarrer und die Vorsteher den Altar für die Zelebration zur Verfügung stellen.
Wenn irgend jemand sie daran hindert, obliegt es der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, im Namen des Hl. Vaters die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, daß dieses Recht - und die Gläubigen sind sich inzwischen dieses Rechtes sehr wohl bewußt - respektiert wird.

Was sind Ihre Hoffnungen am Abend, bevor das motu proprio in Kraft tritt?
Cardinal Castrillón Hoyos: Worauf ich hoffe, das ist folgendes: Die Eucharistie ist das Größte, das wir besitzen, sie ist der höchste Ausdruck der Liebe Gottes, der erlösenden Liebe Gottes, der in der Eucharistischen Gegenwart bei uns bleiben will. Das darf niemals Anlaß zur Uneinigkeit geben sondern immer nur zu Liebe.
Ich hoffe, das ist ein Grund zur Freude für alle, die die Tradition lieben, ein Grund zur Freude für alle Pfarreien, die nicht länger gespalten sind, sondern die im Gegenteil eine Vervielfachung der Frömmigkeit erleben, wenn der Ritus begangen wird, der ganz unzweifelhaft für mehr als tausend Jahre eine Wirkkraft und ein Instrument der Heiligung war.
Wir danken daher dem Heiligen Vater, der diesen Schatz für die Kirche gerettet hat. Niemand wird zu irgend etwas gezwungen, der Papst legt niemandem eine Verpflichtung auf, der Papst verpflichtet nur dazu, diese Möglichkeit zu schaffen, wo die Gläubigen danach verlangen.
Wenn es zu Konflikten kommt - und wo wir von Menschen sprechen, können auch Konflikte zwischen unterschiedlichen Gruppen entstehen - dann muß der Bischof so, wie es im motu proprio steht, seine Autorität einsetzen, um das zu lösen. Aber dabei kann er nicht das Recht außer Kraft setzen, das der Papst der ganzen Kirche gegeben hat.
Übersetzung: Arbeitsgruppe Summorum Pontificum. Den Hinweis auf Can. 903 verdanken wir NewCatholic

Dasselbe Interview im englischen Original:

Thursday, September 13, 2007
Castrillón speaks as Summorum Pontificum goes into effect

It is September 14, 2007, 0000 Rome time (midnight), as the motu proprio Summorum Pontificum gradually goes into effect around the world.

Cardinal Castrillón Hoyos, President of the Pontifical Commission "Ecclesia Dei", has some words on the main document of the current pontificate in an interview to Radio Vaticana (Zenit translation, adapted):

[On the true meaning of the pontifical document:]

Cardinal Castrillón Hoyos: I would say that John Paul II wanted to give to the faithful who loved the ancient rite -- some of whom left to join Archbishop Lefebvre's movement, but who later returned in order to maintain full unity with the Vicar of Christ -- the opportunity to celebrate the rite that was nearest to their sensibility.

The Holy Father Benedict XVI participated from the beginning in the Lefebvrist question and therefore knew well the problem created for those faithful by the liturgical reform.

The Pope has a special love for the liturgy -- a love that is translated into a capacity for studying, for learning more about the liturgy itself. This is why Benedict XVI considers the liturgy from before the Conciliar reform an inestimable treasure.

The Pope does not wish to move backwards. It is important to know and underline that the Council did not prohibit the liturgy of Saint Pius V and we must also say that the Fathers of the Council celebrated the Mass of Pius V.

It is not -- as many maintain because they don't know the reality -- a step backward. On the contrary: the Council wanted to grant a wide freedom to the faithful. One of these freedoms was that of keeping this treasure -- as the Pope says -- which is the liturgy, to keep it alive.

Q: What has truly changed with this motu proprio?

Cardinal Castrillón Hoyos: With this motu proprio, in reality, there has not been a great change. The important thing is that in this moment, priests can decide, without permission from the Holy See or the bishop, to celebrate the Mass in the ancient rite. And this holds true for all priests. It is the parish priests who must open the doors to those priests that, having the faculty [to do so], wish to celebrate. It is not therefore necessary to ask any other permission.

Q: Your Eminence, this document was accompanied by fear and polemics. What is not true about what has been said or read?

Cardinal Castrillón Hoyos: It is not true, for example, that power was taken away from bishops over the liturgy, because the Code of Canon Law says who must give permission to say Mass and it is not the bishop: the bishop gives the "celebret", the power to be able to celebrate [Rorate Note: any Mass, in any "Use", cf. CIC, Canon 903], but when a priest has this power, it is the parish priest and the chaplain who must grant the altar to celebrate.

If anyone impedes him, it is up to the Pontifical Commission Ecclesia Dei, in the name of the Holy Father, to take measures until this right -- which is a right that is clear to the faithful by now -- is respected.

Q: On the eve of the motu proprio taking force, what are your hopes?

Cardinal Castrillón Hoyos: My hopes are these: The Eucharist is the greatest thing we have, it is the greatest manifestation of love, of God’s redemptive love, Who wants to stay with us with this Eucharistic presence. This must never be a motive for discord, but only for love.

I hope that this can be a reason for joy for all those who love tradition, a reason for joy for all those parishes that will no longer be divided, but will have -- on the contrary -- a multiplicity of holiness with a rite that was certainly a factor and instrument of sanctification for more than a thousand years.

We thank, therefore, the Holy Father, who rescued this treasure for the Church. Nothing is imposed on anyone, the Pope does not impose the obligation; the Pope does impose offering this possibility where the faithful request it.

If there is a conflict, because humanly speaking two groups can enter into conflict, the authority of the bishop -- as written in the motu proprio -- must intervene to avoid it, but without canceling the right that the Pope gave to the entire Church.

posted by NewCatholic at 11:00 PM

geschrieben am 14.09.2007 um 22:28 Uhr.
 
 
 
 

 
    ©  Pro Missa Tridentina Disclaimer created by symweb