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PRO MISSA TRIDENTINA (PMT)
Am Samstag, den 28. April 2006, lud die Laienvereinigung für den klassischen römischen Ritus in der Katholischen Kirche (Pro Missa Tridentina = PMT) zur Jahrestagung mit Hauptversammlung nach Kevelaer, Nordwesteuropas größtem Marienwallfahrtsort, ein.

Lang war die Reihe der Ministranten und im Chor teilnehmenden Kleriker, die vor dem Zelebranten mit seiner Assistenz in die mit ca. 500 Gläubigen gut gefüllte Marienbasilika einzogen. Alle Priestergemeinschaften, die mit dem Einverständnis der Ortsbischöfe im deutschen Sprachraum wirken, waren am Altar vertreten: Propst Gerald Goesche (Institut Philipp Neri) als Zelebrant, Abbé Richard von Menshengen (Institut Christus König und Hoherpriester) als Diakon und Pater Miguel Stegmaier (Priesterbruderschaft St. Petrus) als Subdiakon.

Die große Schola unter Leitung von Herrn Terschluse ließ den gregorianischen Choral und andere Sätze zum gesungenen Gebet werden, entsprechend ihrer Aufgabe in der Liturgie. Die Gläubigen sangen ihre Teile der ersten Choralmesse (Lux et origo) kräftig mit und erfüllten damit eine der Forderungen der Liturgiekonstitution „Sacrosanctum Concilium" des Zweiten Vatikanischen Konzils: „Es soll jedoch Vorsorge getroffen werden, daß die Christgläubigen die ihnen zukommenden Teile des Meß-Ordinariums auch lateinisch miteinander sprechen oder singen können."(Nr. 54)

Begleitet wurde der Gesang vom Basilika-Organisten, Herrn Elmar Lehnen, an der nach Passau zweitgrößten Kirchenorgel Deutschlands. Zwischen den Choralteilen erklangen virtuose Instrumentalstücke, welche die Vielseitigkeit der Seifert-Orgel mit ihren 128 klingenden Registern und 10000 Pfeifen zeigten.

In seiner Predigt ging Propst Goesche auf die Bedeutung des Wallfahrtsorts Kevelaer ein: Hier wird die Muttergottes als Consolatrix afflictorum, als „Trösterin der Betrübten" (wörtlich: der Geschlagenen/Gepeinigten/Unterdrückten) verehrt. Damit sind alle Betrübten auf Maria hingewiesen, die wie eine Mutter tröstet und nach Kräften hilft. Bezeichnenderweise beginnt auch das Motu proprio, das Papst Johannes-Paul II 1988 erlassen hat, und in dem er die Bischöfe in aller Welt darum bittet, den „berechtigten Wünschen" der traditionsverbundenen Katholiken „großzügig" zu entsprechen, mit den Worten „Ecclesia Dei afflicta".

Nach dem Hochamt zogen der Zelebrant mit seiner Assistenz, die Schola und viele Gläubige in Prozession zur Gnadenkapelle, deren Türflügel schon vor Beginn der Hauptwallfahrtszeit (ab 1. Mai) extra für eine gewisse Zeit geöffnet wurden, so daß das Gnadenbild auch von außen sichtbar war. Nach einer kurzen Statio vor dem Muttergottesbild konnten sich die Teilnehmer in der Mittagspause stärken.

Der zweite Teil der Tagung fand im Konzert- und Bühnenhaus statt. Dort referierte P. Uwe Lang vor mehr als 120 Zuhörern über „Liturgie und Sakralsprache". Anschließend sprachen Jack Oostveen (Präsident der Federatio Internationalis Una Voce) über die weltweite Situation, sein Sohn David Oostveen, berichtete über Fortschritte in den Niederlanden, z.B. in Amsterdam. Interessant waren die Ausführungen der drei Vertreter der Priestergemeinschaften über Entwicklungen in den vergangenen 12 Monaten.

Nach einer Kaffeepause fand die eigentliche Hauptversammlung der Laienvereinigung für den klassischen römischen Ritus statt: Die Berichte von Vorstand und Kassierer wurden diskutiert, die anschließende Abstimmung ergab Entlastung ohne Gegenstimmen. Professor Wolfgang Waldstein trat aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen vom Amt des stellvertretenden Vorsitzenden zurück. Professor Waldstein setzt sich schon seit über dreißig Jahren für den Erhalt der klassischen römischen Liturgie ein und war im Vorstand von Pro Missa Tridentina eine wesentliche Stütze. Die anwesenden ordentlichen Vereinsmitglieder wählten Professor Waldstein einstimmig zum Ehrenvorsitzenden. Als neuer zweiter Vorsitzender wurde Professor Kresimir Veselic gewählt, der vor einigen Jahren bereits einmal dem Vorstand angehörte.

Den Abschluß der Tagung bildete eine feierliche Andacht in der Marienbasilika, während der eine Votivkerze geweiht wurde, die nun für die Anliegen des klassischen römischen Ritus’ in der Kerzenkapelle brennen wird.

Pro Missa Tridentina ist ein Zusammenschluß katholischer Laien des deutschsprachigen Raums, die der Feier der heiligen Messe und der anderen Sakramente im klassischen römischen Ritus verbunden sind.
Ziel der Laienvereinigung ist es, die tägliche Feier der Liturgie im klassischen römischen Ritus gemäß dem Motu proprio "Ecclesia Dei" in allen deutschsprachigen Diözesen überall dort zu erreichen, wo Gläubige dies wünschen, sowie Hilfestellung zu leisten, um eine Feier gemäß dem Missale von 1962 zu ermöglichen.

1988 erließ Papst Johannes Paul II das Motu proprio "Ecclesia Dei", in dem er weltweit die Bischöfe bittet, die "Richtlinien zum Gebrauch des Römischen Meßbuchs in der Editio typica vom Jahr 1962 weit und großzügig" anzuwenden und damit die "Berücksichtigung der gerechtfertigten Wünsche" traditionsverbundener Katholiken "sicherzustellen".

Dies entspricht dem feierlichen Konzilstext: "Treu der Überlieferung erklärt das heilige Konzil ..., daß die heilige Mutter Kirche allen rechtlich anerkannten Riten gleiches Recht und gleiche Ehre zuerkennt." (Art. 4 der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils)

(Monika Rheinschmitt, Vorsitzende)
geschrieben am 15.05.2007 um 22:16 Uhr.
 
 
 
 

 
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